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Die
Stuttgarter Wilhelma ist der einzige zoologisch-botanische Garten
Europas
und wurde bereits um 1850 gegründet. Heute leben im nach Berlin
zweitrößten
deutschen Zoo fast 10.000 Tiere in etwa 1.000 Arten. Die Kombination
aus
Tier- und Pflanzenhaltung macht die Wilhelma zu einem der
schönsten
Zoos der Welt.
Berühmt
ist die Menschenaffenhaltung.
Alle vier Arten (Gorillas, Schimpansen, Orang-Utans und Bonobos) leben
in Familiengruppen mit reichlich Nachwuchs. Das Jungtieraufzuchthaus
dient
inzwischen europaweit als Menschenaffenkinderstube, wenn ausnahmsweise
eine Handaufzucht nötig ist. Daneben kann man dort auch sehen, wie
Küken schlüpfen und aufwachsen. Im Schwingaffenhaus turnen
Gibbons
und Haubenlanguren in geräumigen Anlagen.
Der
Anlagenkomplex für afrikanische Huftiere bildet mit seinen
zwölf
Außengehegen einen Schwerpunkt im nördlichen Teil der
Wilhelma.
Dort leben Giraffen, Okapis,
Zebras, die seltenen Somali-Wildesel, Strauße und verschiedene
Antilopenarten,
wie beispielsweise Nyalas oder Bongos.
Löwen,
Tiger, Leoparden, Indische Elefanten, die urtümlich wirkenden Panzernashörner,
die merkwürdigen Hirscheber - Wildschweine aus Sulawesi,
Flusspferde
und Schabrackentapire gehören ebenfalls zum Tierbestand der
Wilhelma.
Eine
attraktive Freianlage beherbergt Tiere Südamerikas wie Alpakas und
Vikunjas. Dazu kommen noch die größten Nagetiere der Welt,
die
Wasserschweine, sowie Maras, Nandus und Ameisenbären.
Gegenüber
der Südamerikaanlage haben Mähnenwölfe und
Brillenbären
ihre Gehege auf der neuen Anlage für
Bären und Klettertiere. Auf diesem
einmaligen
Komplex, der einer Felslandschaft nachempfunden wurde, sind die
einzelnen
Gehege nicht durch Zäune getrennt. Für die Besucher
unsichtbare
Gräben separieren die einzelnen Tierarten voneinander. Hier haben
Braunbären eine Heimat gefunden, aber auch Eisbären besiedeln
neben Bibern und Ottern - alle durch Unterwasserfenster zu beobachten -
diese beindruckende Anlage. Dazu kommen noch Schneeleoparden, Markhore
oder Schraubenziegen, Schneeziegen und Steinböcke.
Einer
der Höhepunkte eines Wilhelma-Besuches ist das weltberühmte Aquarium.
Vom Schwarzwaldbach über die Amazonaslandschaft bis zur
Südseeinsel
werden hier Naturausschnitte gezeigt. Vom unscheinbaren einheimischen
Kleinfisch
bis zum farbenprächtigen Korallenfisch und vom kleinen
Pfeilgiftfrosch
bis zum Krokodil leben im Aquarium und Terrarium Tiere aus allen
Bereichen
der Erde.
Im Nachttierhaus
haben Tiere ihre Heimstatt gefunden, die normalerweise bei Dunkelheit
aktiv
sind. Durch eine Zeitverschiebung herrscht zur Besucherzeit hier
Dämmerlicht
und so sind Flughunde, Mausmakis, Kleinkantschile, Laternenfische aus
dem
Roten Meer und chinesische Riesensalamander unterwegs.
Im Insektarium findet
man Spinnen, Skorpione, Schmetterlinge und Käfer. Ein Bienenvolk
und
die pilzzüchtenden Blattschneiderameisen können bei ihren
Tätigkeiten
beobachtet werden.
In
begehbaren Volieren der Vogelfreifluganlage tummeln sich
Austernfischer,
Säbelschnäbler und Kampfläufer in den Wellen, direkt
daneben
findet man Vögel aus der afrikanischen Savanne.
Ein
gewaltiger Schritt nach vorne ist für die Botanik das neue Amazonienhaus.
Auf 1200 m² umbauter Fläche sieht man in einer grandiosen,
künstlich
gestalteten Felslandschaft Pflanzen und Tiere aus dem oberen
Amazonas-Regenwald.
Im üppigen Grün von Kapok- und Mahagonibäumen, leben
Brüllaffen,
Weißgesichtssakis und Goldkopflöwenäffchen. Daneben
bevölkern
freifliegende Vögel wie Sonnenrallen, Blatthühnchen, Tangaren
und Kolibris den Urwald. Im Becken unterhalb eines tosenden
Wasserfalls
findet man Kaimane und verschiedene Fischarten aus dem Amazonas.
Wertvoll
ist auch der Pflanzenbestand
der Wilhelma mit etwa 5000 Arten, und im Rhythmus der Jahreszeiten
ändert
sich das Gesicht des Parks ständig, so dass man immer neue
Eindrücke
erhält. Das botanische Jahr beginnt in der Wilhelma mit der
Blüte
der Orchideen, von denen ca. 5000 Pflanzen gepflegt werden. Die am
schönsten
blühenden Exemplare werden jeweils in zwei Vitrinen im
Tropengewächshaus
gezeigt. Als nächstes blühen Kamelien und Azaleen in ihren
Häusern
mit jeweils über 30 Sorten. Einmalig ist die Blüte in Europas
größtem Magnolienhain,
prächtig sind Tausende von Tulpen und Narzissen auf den weiten
Rabatten
des Parks.
Während
des Sommers schafft der 700 m² große Seerosenteich mit
tropischen
Seerosen und Lotosblumen den Zauber eines Tropengartens. Die Blüte
der hunderttausend Sommerblumen beendet das botanische Jahr in der
Wilhelma.
Weitere
Schwerpunkte sind die Sukkulenten und die Fuchsien, von denen über
200 Sorten während des Sommers blühen, sowie
Bärlappgewächse,
Schachtelhalme bis hin zu Farnen, Baumfarnen und primitiven
Nadelhölzern
in je einem Kalt- und Warmhaus. Tropische Nutzpflanzen wie Kaffee,
Sternfrucht,
Papaya, Baumwolle und viele andere mehr runden die botanischen Anlagen
ab.
Es
gibt einige Spielplätze, mehrere Kioske und Biergärten sowie
ein großes Restaurant.
Ein
Parkhaus befinden sich unmittelbar am Haupteingang. Mit
öffentlichen
Verkehrsmitteln ist der Zoo sehr günstig zu erreichen.
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