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Der
Zoo–Neubau begann Ende der 60-iger Jahre, da die alte Anlage 1974 einer
Großbank weichen musste. Das besondere am Allwetterzoo in
Münster
ist, dass dank eines überdachten Rundweges zwölf grosse
Häuser
und Tieranlagen auch bei strömenden Regen trockenen Fusses zu
erreichen
sind. Der Hauptteil des 30 Hektar grossen Zoogeländes fällt
sanft
zum Zookanal ab. Diesen Kanal befährt im Sommerhalbjahr ein
Schiff,
der so genannte Wasserbus. Damit ist Münster der einzige deutsche
Zoo, den man auch auf dem Wasserwege erreichen kann.
Sehenswert
sind die begehbare Ara-Freiflugvoliere
und das Tropenhaus,
in dem der Besucher u.a. zahlreiche tropische Vogelarten,
Weißgesicht-Seidenäffchen,
Indische Flughunde und Kleinkantschils (die kleinsten Paarhufer der
Welt)
völlig ohne Grenzen erlebt. In der Großflugvoliere leben
u.a.
zwei Geierkolonien (Mönchs- und Gänsegeier), deren Nachwuchs
regelmäßig ausgewildert wird. Der Allwetterzoo ist einer der
wenigen Zoos in Europa, in denen es bei den Breitmaul-
Nashörnern regelmäßige
Zuchterfolge
gibt. Zur Zeit bewohnen vier Tiere eine große Halle gemeinsam mit
Schabrackenschakalen. Die natürlich gestaltete Kulisse aus
Kunstfelsen
in dieser Halle zeigt sehenswerte namibische Buschmann-Malereien.
Derzeit
leben in einer Herde sieben Elefanten, zu der drei junge Elefanten
zählen,
unter anderem der 1992 in Hamburg geborene Bulle "Chamundi". Ziel ist
die
Zucht von Elefanten - auch in Münster. Im Januar 1999 brachte die
Elefantenkuh "Bernhardine", die inzwischen wieder im Zoo Rotterdam
lebt,
das erste Jungtier in Münster zur Welt, das allerdings nicht
lebensfähig
war. Eine Besonderheit in Münster: hier dürfen Besucher die
Elefanten
füttern.
Das
weitläufige Afrikapanorama
mit rund 50 afrikanischen Huftieren ist nur durch einen Wassergraben
vom
Besucherweg getrennt. Über zwei Brücken gelangt man zur
"Serengeti-Lodge",
von wo aus man Zebras und Antilopen aus größter Nähe
beobachten
kann. Die Geparden bezogen im Juli 1997 ein neues, weitläufiges
Freigehege
(rund 7.500 m²). Diese bedrohte Katzenart züchtet in
Münster
regelmäßig. Für die Nordpersischen
Leoparden ist der Allwetterzoo
Zuchtbuchführer
im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht Programms (EEP).
Im
Herbst 1998 wurden zwei "walk-through"-Gehege
für kleinere Affenarten fertiggestellt - das sind Anlagen, die von
den Besuchern betreten werden dürfen. Sie werden von Kattas
(Lemuren
aus Madagaskar) und Guerezas (schwarzweiße "Seidenaffen" aus den
Wäldern Ost- und Westafrikas) bewohnt. In zwei Affenhäusern
leben
u.a. Schimpansen, Gorillas, Varis, Mandrills, Kapuziner,
Springtamarine,
Goldene Löwenäffchen.
Im
September 2000 wurde die neue
Dschungelanlage
für Orang-Utans und Zwergotter
fertiggestellt.
Das dazugehörige Tropenhaus zeichnet sich durch ein
lichtdurchlässiges
Foliendach und hohe Glasfronten aus. Der Tierbereich ist naturnah
gestaltet,
die gesamte Halle üppig bepflanzt. Statt Glas oder Gitter trennt
ein
natürlicher Wassergraben Tiere und Menschen. Im
großzügigen,
waldähnlich bepflanzten Außenbereich des Hauses können
die Besucher den Lebensraum der Orang-Utans auf einem Abenteuerpfad mit
schwankender Hängebrücke erkunden.
In
der Watvogelanlage,
der "kleinen Nordsee" in Münster, erlebt der Besucher Ebbe und
Flut
und künstliche Wellen, Kinder können hier im Nordseesand
"buddeln".
Das sehenswerte Aquarium
mit Terrarium
erstreckt sich über zwei Etagen und umfasst Anlagen für
Insekten,
Amphibien, Reptilien, Fische und auch Vögel.
Das Delphinarium
im Allwetterzoo ist für Klein und Groß eine besondere
Attraktion.
Hier können durchgehend ab 10 Uhr die Delphine und Seelöwen
beim
Training,bei der Fütterung, beim Ruhen oder beim Spielen
beobachtet
oder in den regelmäßigen Vorführungen erlebt werden.
Etwa
2 Millionen Liter Wasser stehen den Tieren in mehreren, miteinander
verbundenen
Becken in zwei separaten Gebäuden zur Verfügung. Für die
Reinigung dieser enormen Meerwassermenge sorgen 6 große Filter,
die
Wassertemperatur beträgt 19 bis 24° C.
Als
ständige "Untermieter" leben im Zoo: Sechs Weißstörche,
rund 50 Eichhörnchen, etwa 100 Graureiher, Teich- und
Blesshühner,
Haubentaucher, zahlreiche Elstern und etwa 2.000 Dohlen; Tauben in
mehreren
Arten, unzählige Singvögel, darunter große
Schwärme
von Haus- und Feldsperlingen, Bunt- und Grünspechte,
Waldkäuze
und Sperber, Zugvögel und Wintergäste wie Schwanzmeisen,
Wacholderdrosseln,
Baumfalken und zeitweise zahlreiche Enten, Gänse, Fasanen und auch
Wildkaninchen.
Im
Allwetterzoo gibt es mehrere große Spielplätze, auf denen
kleine
und große Kinder klettern, hangeln, rutschen und schaukeln
können.
Im beliebten Streichelzoo leben Ziegen, Ponys, Esel und
Hühner.
Der
Zoo hat zwei Restaurants und fünf Kioske.
3500
Parkplätze stehen am Zoo-Eingang zur Verfügung und 100
Stellplätze
für Busse. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Zoo sehr
günstig zu erreichen ( >> Service).
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