| . |
Am
9. Juni 1878 (Pfingstsonntag) wurde der Zoologische Garten in Leipzig
durch
Ernst Pinkert eröffnet. Heute beherbergt der traditionsreiche Zoo
über 3000 Tiere in etwa 450 Arten.
Vor
dem Aquarium sind die seltenen Baikalrobben
zu erleben, die nur in dem gleichnamigen See vorkommen. Das Aquarium
zählt
zu den größten in Deutschland und zeigt Fische und andere
Wasserbewohner
aus der ganzen Welt in geographisch geordneten Becken. Eine
Besonderheit
ist das Ringbecken, in dem die Fische, u.a. Muränen, Feuerfische
und
Schwarzspitzenriffhaie, um die Besucher herumschimmen. Im vor einigen
Jahren
neugestalteten Terrarium sind neben vielen Reptilien und Schlangen auch
zwei Hechtalligatoren
in einer Evergladeslandschaft zu finden.
Aus
der Gründerzeit des Zoos stammt das Affenhaus
im Jugendstil. In dem denkmalgeschützten Gebäude sind immer
mehrere
Käfige miteinander verbunden worden, um den lebhaften Gruppen aus
Lisztäffchen, Bartaffen, Brazzameerkatzen und anderen Arten mehr
Raum
zu verschaffen.
Auf
der Freianlage der asiatischen Elefanten wird fast täglich ein
Training
abgehalten, bei dem die Kolosse Tätigkeiten wie das Anheben und
Wegtragen
von Baumstämmen zeigen. Einen Panoramablick bietet die
hufeisenförmige
Bärenburg, die 1929 in Klinkerarchitektur errichtet wurde. Neben Eisbären
sind auch Brillen- und Lippenbären zu erleben.
In
der Australienanlage sind zur Verwunderung der Zoobesucher die Roten
Riesenkängurus
nur durch einen Graben von ihnen getrennt, den sie leicht
überspringen
könnten. Er bildet aber die Grenze ihres Reviers und wird von Tier
und Mensch respektiert. Bei den Kängurus leben auch die Emus,
schnelle
Laufvögel.
Im
tropischen Klima sind im Pongoland, der
weltgrößten
Menschenaffenanlage, die vier
Menschenaffenarten
Schimpansen, Gorillas, Orang-Utans und Bonobos in naturnaher Umgebung
zu
beobachten.
Die Rosentalfreianlagen
beherbergen Huftiere, die miteinander vergesellschaftet sind.
Trampeltiere,
Yaks, Waldbisons und Alpakas gehören dazu. Einigen Wasserschweine
nutzen wie verschiedenen Entenarten auch die Wassergräben als
Lebensraum.
Aus Südamerika stammen die Maras, hasenartige Nagetiere. Vom
Rosental
aus ist diese Anlage auch von außerhalb des Zoos einsehbar und
wird
daher “Zooschaufenster” genannt.
Den
ersten Teil der zukünftigen Afrikasavanne,
die
2001 eröffnet wurde, bildet die Heimat der Leipziger Löwen,
“Makasi
Simba”. Die drei Junglöwen haben ihre naturnahe Anlage voll in
Besitz
genommen und sind besonders im afrikanischen Erdloch durch die Scheiben
gut in ihrer Rückzugshöhle zu beobachten. Die Afrikasavanne
ist Teil des 2004 fertiggestellten Kontinents Afrika und bildet mit den
2 weiteren Kontinenten Asien (2008) und Südamerika (2014) einen
wesentlichen Bestandteil im Konzept: Zoo der Zukunft, welches der
Leipziger Zoo seit nunmehr 10 Jahren schon verfolgt und im Jahr 2014
seinen Abschluss finden soll.
Auch
die Kinder freuen sich über eine Pause und haben viel Spaß
an
dem Kinderkarussell, wo verschiedene Tiere zur Fahrt einladen. Zwei
Kletterpfade
in der Nähe und ein Abenteuerspielplatz am Ponygestüt sind
ebenfalls
ein beliebtes Ziel aller Kinder.
Im
Tierkindergarten sind viele Haus- und Nutztiere zu beobachten, die z.T.
auch gestreichelt werden können. Besonders stolz ist der Zoo auf
seine Skuddenzucht,
eine alte Schafsrasse aus dem Baltikum.
Gleich
gegenüber dem Streichelzoo im afrikanischen Dschungelfitz
schmecken
viele Leckereien für die Kinder doppelt so gut.
Außerdem
findet man im Zoo zahlreiche Cafés und Imbissstände.
Besonders
empfehlenswert ist nach dem abenteuerlichen und kräftezehrenden
Rundgang
durch’s Pongoland zum Urwalddorf zu gehen. Denn dieses mit Urwaldhütten
ausgestattete afrikanische Dorf ist ein wahres Highlight. Es werden
Köstlichkeiten
aus der südafrikanischen, asiatischen und europäischen
Küche
serviert.
Parkplätze
stehen am Zoo-Eingang zur Verfügung. Mit öffentlichen
Verkehrsmitteln
ist der Zoo sehr günstig zu erreichen (> siehe Serviceteil).
|