| . |
Im
Frankfurter Zoo leben etwa 4500 Tiere in 600 Arten. Damit zählt
der
Zoo Frankfurt zu den größten Tiergärten Deutschlands.
Mitten
in der Stadt gelegen, beträgt die Fläche allerdings nur 12
Hektar.
Dieses Problem soll durch die Eröffnung eines zweiten Zoos, dem
sogenannten
"Öko-Zoo", vor den Toren der Stadt Frankfurt gelöst werden.
Der
geplante Öko-Zoo soll dann auch wieder Elefanten zeigen, auf die
man
heute aus Platzgründen verzichtet. Ein weiterer Schwerpunkt wird
die
Zucht der bedrohten Spitzmaulnashörner sein. - Zunächst
allerdings
sollen im bestehenden Zoo viele Anlagen modernisiert werden, um dem
unter
seinem langjährigen, berühmten Leiter Prof. Bernhard Grzimek
weltbekannten Zoo wieder auf den modernsten Stand der Tierhaltung und-
präsentation zu bringen. Die Eröffnung des Katzendschungels
war
ein erster Schritt, als nächstes sollen die Affenanlagen saniert
werden.
Aller
Enge zum Trotz gehört der Zoo Frankfurt nach wie vor zu den
wichtigsten
Tiergärten Europas. Viele seltene Tierarten wurden hier erstmalig
der Öffentlichkeit präsentiert, die Liste der Erstzuchten ist
lang. Berühmt ist Frankfurt für seine Okapis,
die 1954 erstmals in Deutschland gezeigt wurden. Trotz erfolgreicher
Zucht
ist der Bestand dieser Kurzhalsgiraffe nach wie vor bedroht.
Sehenswert
ist auch das Exotarium,
das im Erdgeschoß zahlreiche Aquarien enthält. Vom
Amazonasgebiet
(präsentiert in einem großen Landschaftsbecken) bis hin zu
den
Polarmeeren werden vielfältige Vertreter der Fische und
Blumentiere
gezeigt. Im Obergeschoß befindet sich das Terrarium mit
Krokodilen,
Alligatoren, Schildkröten, Waranen, Riesenschlangen, einer
beachtlichen
Giftschlangenabteilung und vielen Amphibien. Angrenzend das Insektarium
mit Vertretern der Gliederfüßer.
Der
2001 eröffnete Katzendschungel
präsentiert Raubtiere in einer naturnahen Umgebung. Tiger,
Löwen
und Leoparden leben hier. Üppige Vegetation vermittelt einen
Eindruck
vom Lebensraum einiger der hier gezeigten Tiere.
Bemerkenswert
ist das Nachttierhaus
(Grzimekhaus), eines der größten seiner Art. Hier wird die
Nacht
zum Tage gemacht, und während der Zoo längst geschlossen hat,
brennt im Haus das Licht. Doch zu den Öffnungszeiten des Zoos ist
es im Haus fast völlig dunkel, und die Besucher können die
Tierwelt
der Nacht beobachten. Das Auge benötigt allerdings etwa zehn
Minuten,
um sich an das schwache Mondlicht zu gewöhnen. Dann kann man
Fledermäuse,
Gürteltiere, Koboldmakis und viele andere nachtaktive Tiere
beobachten.
Ein gemächlicher Rundgang durch das beeindruckende Haus dauert
fast
eine Stunde - inklusive der folgenden Tagtierabteilung. Sehr selten in
Tierparks gezeigt wird auch das Aye-Aye,
das Fingertier.
Daneben
beherbergt Frankfurt noch viele andere Tiere, die zum Standardprogramm
eines Zoos von Weltruf gehören. Hervorzuheben sind die
Affenfreianlagen
(Häuser werden demnächst saniert), das große Vogelhaus
(unter anderem mit Schuhschnäbeln), die Fasanerie und die
Mähnenwölfe.
Es
gibt ein Restaurant und mehrere Kioske sowie einen großen
Spielplatz
mit Streichelzoo.
Parkplätze
sind am Zoo knapp, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der
Tiergarten
jedoch sehr gut zu erreichen (U-Bahn Linien 6,7, mehrere S-Bahnen und
Bus
31; >> Service).
|